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bisansmittelmeer

- entgegen der Balkan-Route -

Blog

#bisansmittelmeer

Ein Projekt des Jugendreferates des Evangelischen Kirchenkreises Aachen

Auf dieser Seite findest Du alles, was auf unserer Reise auf der entgegen gesetzten Balkanroute (bisher) entstanden ist. Alle Mitreisende hatten das Recht, individuell aus ihrer Sicht zu beschreiben, was sie erlebt und erfahren haben. Das reicht von persönlichen Befindlichkeiten bis hin zu komplexen Reflektionen. Das eigene Alter, die journalistischen Vorkenntnisse, der Bildungsstand, die Haltungen oder Vorerfahrungen mit geflüchteten Menschen bilden hierbei die Folie, auf der die unterschiedlichen Werke hier auf dieser Internetseite entstanden sind. Manchen ist es gelungen, im Laufe der Fahrt die eigene Brille abzulegen und den eigenen Blick zu erweitern. Aber wir sind auch immer wieder an die Grenzen der eigenen Haltungen gestoßen. Eine Fahrt kann nicht alles verändern.

Wir teilen alle unsere Gedanken und Eindrücke, um Anderen die Gelegenheit zu geben, daran teilzuhaben. Wie für uns, gilt auch für alle Besuchenden der Seite, das nicht vorher klar ist, welche Station welche Eindrücke hinterlässt. Wir sind daher gespannt auf euer Feedback!

„I want to have an identity“

Nach unterschiedlichen Begegnungen mit Organisationen in verschiedenen Ländern reflektierten wir, dass es uns viel zu kurz gekommen ist, mit Geflüchteten selbst ins Gespräch zu kommen. Dann trafen wir Bahman aus dem Iran, der in unserem Projekt die Möglichkeit sah, gehört zu werden und seine Gedanken mit einem breiten Publikum zu teilen. Er berichtet über seinen Alltag und die darin involvierten Menschen in Geflüchtetencamps. Wir sind beeindruckt von seiner Motivation, Willensstärke und seinen aussagekräftigen Worten. Eine Zusammenfassung dieser Begegnung, die uns sehr nachdenklich gemacht hat, möchten wir hier mit euch teilen.

von Annette Adams, Sophia Dykmann & Weena Mallmann

Die haben halt eine andere Kultur!

Existiert ein einheitliches Kulturverständnis in einem Land? Und eine damit einhergehende Kultur, die alle Individuen miteinander verbindet? Können Menschen sich über eine gemeinsame Kultur definieren oder geht es nicht vielmehr um ähnliche Sichtweisen, Einstellungen, vielleicht auch gemeinsame Lebensmittelvorlieben, die sich aber nicht über ein gleiches Herkunftsland fassen lassen werden und die sich somit nicht nur darüber entwickeln, dass Menschen im selben Land aufwachsen?

Hope is what we are traveling on

They leave their houses, leave their homes

Against their human sanity

Thousands of humans on the run

From inhumanity

They are traveling on hope

 

Everything is different here

Everyone speaks different here

They tell you to behave their way

They see you as danger or the prey

You are traveling on hope

Zeichnung: Felix Scheuer

They look at her differently

“You don’t look like us”

She´s trapped in her timidity

No one there to trust

She is reaching out for hope

Zeichnung: Felix Scheuer

“Hey you wanna play with me?”

A little boy tries to see

Behind the hatred, behind the fear

Finally, friendship, acceptation near

He is giving her hope

I still miss home and all I knew

It seems to be so long ago

It sometimes makes me kind of blue

But support of friends let me grow

My hope is slowly rising

 

We are all humans after all

We should catch everyone who falls

What makes you better than the others?

Why make a difference in nations or colors?

We are all traveling on hope!

 

von Maike und Levina

Humor verbindet und kann wie eine Brücke zwischen Menschen fungieren…

Humor ist die Begabung eines Menschen, der Unzulänglichkeit der Welt und der Menschen, den alltäglichen Schwierigkeiten und Herausforderungen mit einer gewissen Leichtigkeit zu begegnen, im Gegensatz zu einer schwermütigen oder verbissenen Haltung gegenüber den Mitmenschen und den Anforderungen des Lebens.
Humor hilft Menschen auch belastenden Situationen nicht gänzlich hilflos ausgeliefert zu sein, weil sie sich durch eine humorvolle Sicht einen Spielraum schaffen. Mit Humor lässt sich so manche schwierige Situation meistern. Mit einer heiteren, gelassenen Grundhaltung lassen sich auch widrige Umstände leichter ertragen. Tatsächlich gehört Lachen und Humor zu den Menschen in allen Kulturen und in allen geschichtlichen Epochen (Ulrike Peters- Ogrissek, 2017).

Heiß! Warm! Wasser!

Ein kleines Gedicht über das total schöne Wetter:

 

Foto: Ronja Ohst, 12.08.2018, Subotica

Begleitend uns von Anfang an

Die Sonne und die Hitze,

Die Kühle im Bus hat gut getan

Und auch die Doppelsitze.

 

Das Wasser wurde manchmal knapp

Bei hohen Temperaturen,

Den Berg hinauf und auch mal ab

Da ist einem schon warm geworden.

 

 

Foto: Ronja Ohst, 16.08.2018, Thessaloniki

   Bei den sehr lehrreichen Treffen

   Unterhielt man sich meistens im Sitzen,

   Dann holte man den Fächer raus

   Denn man fing schnell an zu schwitzen.

 

    Bei der Wärme fiel es manchmal schwer

    Mit der Gruppe mitzuhalten,

    Am liebsten wollte man ans Meer

    Und seinen Rucksack nicht mehr halten.

 

 

Foto: Dilara Norden, 15.08.2018, Thessaloniki

Auch das Schlafen fiel nicht leicht

War es doch in der Nacht sehr warm,

Da hat das Laken ausgereicht

Und auch Sprühschutz vorm Mückenschwarm.

 

Hoffnung dass es kühler wird,

Und man keine Schwüle spürt.

 

Von Ronja Ohst

Wir kommen an unsere Grenzen

Nachdem es aufgrund unserer deutschen Pässe ein Leichtes für uns war, die Grenze zwischen Ungarn und Serbien zu überqueren, kehrten wir am nächsten Morgen zurück, um den Zaun zu sehen, der illegalisierte Einwander*innen von der Einreise in die EU abhalten soll.

Hier findet ihr wichtige Daten und Fakten zu der Grenze:

Unsere Eindrücke und Gedanken dazu haben wir auch festgehalten: